Wald und Forstwirtschaft in Bayern

Pressemitteilungen, Veranstaltungen und Neues aus dem Staatsministerium
  • (11. September 2026) Oberstaufen/München – Rund 1.400 Tiere von 19 Alpen sind beim traditionellen Viehscheid in Oberstaufen ins Tal zurückgekehrt. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber besuchte den Scheidplatz in Höfen und dankte den Älplerinnen und Älplern für ihre Arbeit während eines außergewöhnlich anspruchsvollen Alpsommers. Zugleich bekräftigte sie, dass Bayern das Bergbauernprogramm ohne Kürzungen fortführt. "Was für die vielen Besucher ein beeindruckendes Bild ist, steht für einen Sommer harter Arbeit und großer Verantwortung. Unsere Älplerinnen und Älpler kümmern sich um ihre Tiere, sichern die Wasserversorgung und halten die Flächen offen. Deshalb gilt meine klare Zusage: Bei unseren Bergbauern wird nicht gespart – die vorgeschlagenen Kürzungen im Bayerischen Bergbauernprogramm habe ich abgelehnt", sagte Kaniber. Ein schneearmer Winter, ein trockenes Frühjahr und große Hitze haben die Alpwirtschaft in diesem Jahr besonders gefordert. Einige Alpen im Oberallgäu mussten ihr Vieh wegen Wassermangels früher ins Tal bringen. Viele Betriebe haben in den vergangenen Jahren bereits in eine bessere Wasserversorgung investiert. Der Freistaat unterstützt solche Vorhaben mit Zuschüssen von bis zu 30.000 Euro. Allein bis Anfang August wurden über das Bayerische Bergbauernprogramm mehr als 3,3 Millionen Euro bewilligt. Das Programm hilft den Betrieben damit zunehmend auch, sich an Trockenheit und andere Folgen des Klimawandels anzupassen. Welche Bedeutung die Alpwirtschaft im Allgäu hat, zeigt Oberstaufen besonders eindrucksvoll: Im Gemeindegebiet liegen rund 170 Alpen mit einer Fläche von etwa 3.750 Hektar. Jedes Jahr werden dort zwischen 6.500 und 7.000 Tiere aufgetrieben. Der Viehscheid macht die Arbeit der Bergbauern für Einheimische und Gäste sichtbar und verbindet Landwirtschaft, gelebtes Brauchtum und Tourismus. Kaniber will sich zugleich für eine dauerhaft verlässliche Finanzierung der Berglandwirtschaft nach 2027 einsetzen. Bayern fordert ein eigenständiges und ausreichend ausgestattetes Budget für die Gemeinsame Agrarpolitik, gesicherte Mittel für die ländlichen Räume und deutlich weniger Bürokratie. Diese Anliegen wird die Ministerin auch bei der bevorstehenden Agrarministerkonferenz in Bayern einbringen.
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  • (11. September 2026) München - Ab dem kommenden Schuljahr wird stufenweise bundesweit ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter eingeführt. Mit dem Start des Ganztagsanspruchs unterstützt Bayern alle Kommunen mit einem landesweiten Beratungsangebot zur Schulverpflegung. Denn mit dem Ganztagsanspruch verbringen künftig noch mehr Kinder einen großen Teil ihres Tages in der Schule. "Umso wichtiger ist gutes Essen. Essen in der Schule muss schmecken. Schulen sollen zu Genussorten werden. Gemeinsame Mahlzeiten schaffen Gemeinschaft, machen Freude und gehören zu einem guten Schultag dazu", so Ernährungs- und Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber. Und weiter sagte sie: "Ein Grundschulkind im Ganztag isst während seiner vier Grundschuljahre mehr als 750-mal in der Schule zu Mittag. Das sind 750 Chancen, Freude am guten Essen zu wecken – mit gesunden Gerichten und hochwertigen Zutaten aus Bayern." Eine gelungene Schulverpflegung sei bei einem langen Schultag von großer Bedeutung. Die acht Vernetzungsstellen Kita- und Schulverpflegung beraten Kommunen und Schulträger in ganz Bayern. Sie helfen dabei, gute Verpflegungskonzepte zu entwickeln, bringen Verantwortliche miteinander ins Gespräch und zeigen praxiserprobte Lösungen auf. Oft genügt schon ein Beratungsgespräch oder der Erfahrungsaustausch mit anderen Einrichtungen. Ergänzend bieten die Vernetzungsstellen Workshops und Fortbildungen für alle an, die Schulverpflegung organisieren.
  • (9. September 2026) Landau a.d. Isar/München - Das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Niederbayern hat einen neuen Leiter: Michael Kreiner. Im Rahmen einer Feierstunde übertrug der Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus, Hubert Bittlmayer, in Vertretung von Ministerin Michaela Kaniber ihm die Leitung des Amtes. Gleichzeitig würdigte Bittlmayer den scheidenden Amtsleiter Hans-Peter Schmucker mit der Staatsmedaille in Silber für dessen langjähriges Engagement für die Entwicklung des ländlichen Raums in Niederbayern. Vorab teilte Landwirtschaftsministerin Kaniber, die auch für Ländliche Entwicklung zuständig ist, schriftlich mit: "Das Amt für Ländliche Entwicklung ist ein verlässlicher Partner für die Kommunen und die Menschen in Niederbayern. Mit seiner Arbeit trägt es maßgeblich dazu bei, unsere Dörfer und Gemeinden lebenswert zu erhalten, die regionale Identität zu stärken und Zukunftsperspektiven für den ländlichen Raum zu schaffen." Außerdem betonte sie anlässlich der Veranstaltung: "Der ländliche Raum ist das Rückgrat Bayerns – und Niederbayern ist dafür ein hervorragendes Beispiel. Attraktive Ortskerne, leistungsfähige Kommunen und starke Dorfgemeinschaften entstehen nicht von selbst. Sie sind das Ergebnis einer engagierten Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Bürgerinnen und Bürgern sowie der Ländlichen Entwicklung. Das Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern leistet hierzu seit vielen Jahren einen unverzichtbaren Beitrag." Der im südlichen Landkreis Regensburg lebende Hans-Peter Schmucker studierte Vermessungswesen an der Universität der Bundeswehr München. Nach seinem Ausscheiden aus der Offizierslaufbahn absolvierte er das zweite Staatsexamen. In den Jahren danach hatte er viele unterschiedliche Führungsfunktionen innerhalb der Verwaltung für Ländliche Entwicklung an den Ämtern in Schwaben, der Oberpfalz und Niederbayern sowie am Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus inne. Seine hohe Fachkompetenz wurde auch im europäischen Ausland und in China nachgefragt. Allein in China hat er über einen Zeitraum von elf Jahren immer wieder als Kurzzeitexperte die dortige Verwaltung für Land und Ressourcen auf Staats-, Provinz- und Landkreisebene verwaltungsorganisatorisch, aber auch bei der Durchführung konkreter Land- und Dorfentwicklungsprojekte beraten. Ab Oktober wird Michael Kreiner das Amt leiten. Seine Laufbahn begann nach dem Vermessungsstudium an der Technischen Universität München und dem Referendariat im Jahr 1990 an der damaligen Direktion für Ländliche Entwicklung München. Nach einer Station im Landwirtschaftsministerium (2000 bis 2003) sammelte er weitere Erfahrungen an der Führungsakademie in Landshut, bei der EU in Brüssel und bei BMW. Er wird die erfolgreiche Arbeit des ALE Niederbayern für die Menschen vor Ort fortsetzen. Das Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern begleitet Kommunen, landwirtschaftliche Betriebe wie auch Bürgerinnen und Bürger beim Gestalten ihrer Heimat. Mit Instrumenten wie der Dorferneuerung, der Flurneuordnung und der Integrierten Ländlichen Entwicklung stärkt das Amt die Zukunftsfähigkeit niederbayerischer Gemeinden. Ziel ist es, gleichwertige Lebensverhältnisse zwischen Stadt und Land zu sichern, den Flächenverbrauch zu reduzieren, die Landwirtschaft zu unterstützen, den Natur- und Klimaschutz voranzubringen und die regionale Zusammenarbeit weiter auszubauen.
  • (9. September 2026) München – Wie gelingt gutes Schulessen, das Kindern schmeckt und zugleich im Schulalltag funktioniert? Antworten, erfolgreiche Praxisbeispiele und neue Impulse bietet der Bayerische Schulverpflegungskongress am 23. September 2026 in Nürnberg von 10 bis 16 Uhr. Die Veranstaltung bringt Speiseanbieter, Schulen, Kommunen und weitere Akteure der Schulverpflegung zusammen. Der Kongress findet anlässlich des bundesweiten Tags der Schulverpflegung 2026 statt. "Gutes Schulessen muss vor allem eines: bei unseren Kindern ankommen. Dafür braucht es Qualität auf dem Teller, aber genauso gute Organisation, engagierte Partner und Lösungen, die sich im Schulalltag bewähren. Viele Schulen, Kommunen und Speisenanbieter in Bayern zeigen bereits, wie das erfolgreich funktionieren kann. Genau diese Erfahrungen wollen wir teilen und voneinander lernen. Ich lade alle, die Schulverpflegung gestalten, herzlich nach Nürnberg ein", sagt Ernährungsministerin Michaela Kaniber. Eingeladen sind alle, die Schulverpflegung, planen, koordinieren, zubereiten und pädagogisch begleiten. Im Mittelpunkt stehen konkrete Lösungen und erfolgreiche Beispiele aus der Praxis. Erfolgsbeispiele aus bayerischen Schulen und Kommunen zeigen, wie gute Verpflegung vor Ort gelingen kann und welche Erfahrungen sich auf andere Einrichtungen übertragen lassen. Darüber hinaus ordnet Zukunftsforscher Daniel Anthes aktuelle Entwicklungen an der Schnittstelle von Ernährung, Nachhaltigkeit und gesellschaftlichem Wandel ein. Die Kinderernährungsexpertin Sarah Schocke gibt praktische Impulse dafür, wie ausgewogenes Essen auch bei den Kindern gut ankommt. Die Teilnahme vor Ort kostet 30 Euro. Die Teilnahme per Livestream ist kostenfrei. Anmeldungen für die Präsenzveranstaltung sind bis 16. September 2026 möglich, für den Livestream bis 20. September 2026.

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