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Forstliche Forschungsberichte München

Die Schriftenreihe des Zentrums Wald-Forst-Holz Weihenstephan

Die Forstlichen Forschungsberichte München sind die Schriftenreihe unseres Zentrums. Seit 1971 erscheinen sie zu ausgewählten Themen und Dissertationen. Autorinnen und Autoren können Fördermittel für die Erstellung eines Forschungsberichts über unseren Förderverein Zentrum WFH e.V. erhalten. Die Forstlichen Forschungsberichte werden vom Förderverein vertrieben und können bei diesem unter sigrid.ilg@foerderverein-forstzentrum.de bestellt werden.   

Die Forstlichen Forschungsberichte auf der Internetseite unseres Fördervereins

Verzeichnis der Forstlichen Forschungsberichte mit Preisliste


 

Forstlicher Forschungsbericht 226

Der Bauernkrieg von 1525 aus forstlicher Sicht

Joachim Hamberger und Richard Mehler (2026, ISBN 3-933506-57-3)

Wald ist heute wie damals schon immer mehr als nur ein einfacher Holzlieferant gewesen. Der Wald ist Lebensraum, Wirtschaftsgrundlage, Energieträger und vieles mehr. Er war auch ein Mitauslöser des Aufstands der Bauern - vor allem wegen der Holznutzung und der Jagdausübung. Der Konflikt um die gerechte Nutzung des Waldes ist ein Dauerthema - und das nicht nur in forstlichen Kreisen, sondern in der gesamten Gesellschaft - und auch heute wieder aktueller denn je. 

 "Der Bauernkrieg ist Geschichte - aber viele Fragestellungen sind aktuell."

- Staatsminister a. D. Josef Miller in seiner Eröffnungsrede zur Tagung in Memmingen

 

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Forstlicher Forschungsbericht 225

60 Jahre Herkunftssicherung und Forschung für die Praxis am Bayer. Amt für Waldgenetik

Joachim Hamberger (2025, ISBN 3-933506-56-5)

Das Bayerische Amt für Waldgenetik (AWG) wurde 1964 gegründet und versteht sich als Zukunftsagentur für den Wald von morgen. Praxisorientierte Feldforschung zu Herkünften und Laborforschung zu genetischer Anpassung, aber auch die Erhaltung forstlicher Gen-ressourcen sind wesentliche Aufgaben. Die Versuchsflächen und Samenplantagen des AWG sind über ganz Bayern verteilt, Amtssitz ist Teisendorf. Als Landesbehörde nach dem Forstvermehrungsgutgesetz (FoVG) überwacht es die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben und hält Kontakte zur Baumschul- und Forstsaatgutbranche und versteht sich als Verbraucherschutzbehörde, die eine hohe Qualität auf dem Forstvermehrungsgut-Markt sicherstellt. 2023 haben die Mitarbeitenden ein Leitbild erstellt. Um die Herausforderungen des Klimawandels zu bewältigen, wird geforscht und an vielen Stellen mit Konzepten, Beratungen und praktischen Maßnahmen angesetzt.

 

 

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Link zum Amt für Waldgenetik (AWG)

 


 

Forstlicher Forschungsbericht 224

Standortsfaktor Wasserhaushalt im Klimawandel

Wendelin Weis, Bernd Ahrends, Jürgen Böhner, Wolfgang Falk, Stefan Fleck, Raphael Habel, Hans-Joachim Klemmt, Henning Meesenburg, Ann-Christin Müller, Heike Puhlmann, Jan-Axel Wehberg, Axel Wellpott, Thilo Wolf (2023)

ISBN 3-933506-55-7

Die Forstwirtschaft ist wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig von Umweltbedingungen abhängig und daher auch besonders von den bereits eingetretenen und zu erwartenden klimatischen Veränderungen betroffen. Eine wichtige Grundlage für die Beurteilung forstlicher Standorte ist eine Einschätzung des Wasserhaushalts hinsichtlich Trockenstress und Staunässe. Dieser, lange Zeit als nahezu konstant angesehene Standortsfaktor, muss geänderte Klimabedingungen und ihre Auswirkungen auf die Wasserversorgung berücksichtigen, um auch in Zukunft als hilfreiche Grundlage für eine standortsgerechte Baumartenwahl dienen zu können.

Das Verbundvorhaben „Standortsfaktor Wasserhaushalt im Klimawandel“ hat sich der Dynamisierung der Ansprache des Wasserhaushalts in Standortinformationssystemen unter Berücksichtigung von Klimaszenarien gewidmet. Kern des Ansatzes waren zum einen die Erstellung von räumlich (250 m x 250 m) und zeitlich (täglich) hoch aufgelösten Klimadaten für Vergangenheit und Zukunft (Szenarien). Zum anderen wurde das dynamisches Wasserhaushaltsmodel LWF-Brook90 mit Hilfe eines großen Validierungsdatensatzes der beteiligten Projektpartner parametrisiert und plausibilisiert sowie unter Einbeziehung der jeweiligen Standorts­informations­systeme der beteiligten Bundesländer für die flächenhafte Modellierung angewendet.

Die im Projekt entwickelten bzw. verwendeten Methoden sowie die erzielten Ergebnisse werden in aktuell erschienen Band 224 der Schriftenreihe „Forstliche Forschungsberichte München“ ausführlich dargestellt. Damit wird den Lesern die Möglichkeit eröffnet, die im Projekt erarbeiteten Ansätze (Parametrisierungen, Schätzmodell, Trockenstressindikatoren) für weitere Nutzungen zugänglich zu machen. Druckexemplare können über den Förderverein „Zentrum Wald Forst Holz Weihenstephan e.V.“ bezogen werden, der den Druck zusammen mit dem Waldklimafonds und der LWF unterstützt hat. 

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Forstlicher Forschungsbericht 223

Die Stechpalme im Gebiet der bayerischen Voralpen: Vorkommen und Genetik

Jörg Ewald, Hanno Schäfer, Michelangelo Olleck, Sabine Rösler, Florian Gibis, Toni Kastner, Alina Höwener, Edgardo M. Ortiz & Gentaro Shigita (2022)

ISBN 3-933506-54-9

Als immergrüne, relativ frostempfindliche Baumart, des (süd-)westlichen Europas gehört die Stechpalme (Ilex aquifolium) zu den möglichen Gewinnern des Klimawandels. So wurde im Bereich der Nord- und Ostseeküste bereits eine Ausbreitung beobachtet (Skou et al. 2012). Neben dem baltischen Areal bilden die schwäbisch-oberbayerischen, bis nach Oberösterreich ausstrahlenden Vorkommen entlang des Alpenrandes die am weitesten nach Osten reichenden Vorposten nördlich der Alpen.

Im Gegensatz zum Rest von Bayern handelt sich dabei um ein seit langem bekanntes natürliches Areal (Vollmann 1914), dem aber kaum Aufmerksamkeit gewidmet wurde. Im Isarwinkel (Lkr. Miesbach und Bad Tölz) ist Ilex sogar unter einem eigenen Volksnamen als "Wachslaber" bekannt (Schmeller & Frommann 1872). Während an den abgelegenen Wuchsorten im Gebirge eine künstliche Ausbringung sehr unwahrscheinlich ist, steht Ilex in den Bauerngärten des Alpenvorlandes auch häufig gepflanzt. Der Ursprung dieser kultivierten Pflanzen (heimische Nachzucht oder Baumschulware gemischter Herkunft) ist i.d.R. unbekannt. Wie an den nach 1950 nicht mehr bestätigten Funden ersichtlich, scheint die Stechpalme entgegen der europaweiten Tendenz in Bayern eher im Rückgang begriffen, gezielte Erhebungen aus den letzten Jahren fehlen aber.

Das Jahr 2021 mit Ilex als Baum des Jahres bot mithin Anlass, sich mit den bayerischen Vorkommen der Baumart genauer auseinanderzusetzen, ihre Schutzbedürftigkeit zu klären und die potentielle Bedeutung der Stechpalme für den Waldbau und den Gartenbau herauszustellen.

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Forstlicher Forschungsbericht 222 

Vergleichende Betrachtung konventioneller und alternativer Schrotmaterialien hinsichtlich ihrer Wirkung in der Umwelt sowie ihrer zielballistischen Eigenschaften anhand standardisierter Verfahren

Julian Fäth (2022)

ISBN 3-933506-53-0

Aufgrund der toxischen Wirkung von Bleimunition auf Greif- und Wasservögel ist dessen Verbot ein ständig brisantes Thema. Als mögliche Alternativen für die Bleimunition gelten Jagdschrote, die die Metalle Eisen, Zink, Kupfer, Wismut oder Wolfram enthalten. Diese waren bislang aber hinsichtlich ihrer Tötungs- und Umwelt-Wirkung wenig untersucht.

Eine aktuelle Forschungsarbeit stellt nun fest, dass keine der untersuchten, marktrelevanten Patronen unkritisch ist. Außerdem kann Schrotmunition nicht pauschal nach ihrer Materialzusammensetzung beurteilt werden. Das alleinige Verbot bestimmter Materialgruppen wird der Komplexität daher nicht gerecht. Stattdessen müssen Vorgaben wie eine ausreichende zielballistische Leistung oder die reduzierte Freisetzung toxischer Metalle festgelegt werden.

Unter Berücksichtigung der jagdlichen Einflussfaktoren wie Waffenkonfiguration, Schussdistanz, Verwendung in verschiedenen Ökosystemen können durch die vergleichende Bewertung der Schrotmunitionen auch Verwendungsempfehlungen für bestimmte Patronen abgeleitet werden. So zeigte sich unter anderem, dass eine Patrone mit Kupferschroten aufgrund ihrer schlechten zielballistischen Leistungen und ihrer Ökotoxikologie für den jagdlichen Gebrauch ungeeignet ist, dass mit Zink beschichteter Eisenschrot für aquatische Systeme ökotoxikologisch kritischer zu betrachten ist als Bleischrot und dass eine der konventionellen Bleischrot-Patronen durch Erhöhung der Schrotanzahl eine Erfüllung aller zielballistischen Kriterien erreichen kann.

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Forstlicher Forschungsbericht 221

Die Eiche – Facetten zu Ökologie, Naturschutz, Wachstum und waldbaulichen Perspektiven

Kilian Stimm (2021)

ISBN 3-933506-52-2

Unter den heimischen Baumarten verfügen die Eichenarten (Quercus sp.) über Eigenschaften, die sie als einen wichtigen Bestandteil künftiger Wälder prädestinieren. Die Eichenarten sind besonders trockenresistent und haben ein tiefreichendes Wurzelsystem, mit dem sie die mechanische Bestandsstabilität gegenüber Wind und Sturm erhöhen können. Gleichzeitig beherbergen sie eine Vielzahl an Arten und erhöhen damit die Biodiversität in mitteleuropäischen Wäldern. Schließlich ist auch das Eichenholz eines der langlebigsten und wertvollsten.

Aktuelle Eichenvorkommen sind hierzulande stark vom menschlichen Einfluss geprägt. Dementsprechend ist auch der Erhalt oder die Etablierung von Eichen in der Baumartenpalette heimischer Wälder nicht selten mit waldbaulichen Herausforderungen verbunden. So halten konkurrenzstärkere Baumarten vor allem in dauerwaldartigen Beständen das natürliche Entwicklungspotenzial der lichtbedürftigen Eichen gering, das auch oftmals durch Wildverbiss zusätzlich gebremst wird. Zudem können auch ältere, eichendominierte Bestände waldschutzrelevante Handlungen erfordern.

Der im Oktober 2021 erschienene Forschungsbericht setzt sich aus 17 Beiträgen zusammen, die sich mit den vielfältigen Aspekten beschäftigen. Die einzelnen Beiträge beleuchten unter anderem Themen wie die historische Entwicklung des Eichenwaldbaus, das Fruktifikationsgeschehen sowie die Trockenresistenz und das Wachstum der Eichenarten. Ebenso, wie die Bedeutung der Eichen für die Artenvielfalt und die Massenvermehrung von Insekten, werden ökonomische und nutzungstechnische Überlegungen thematisiert.

Der Förderverein Zentrum Wald-Forst-Holz Weihenstephan e.V. bezuschusst den Druck Forstlicher Forschungsberichte. Der Forstliche Forschungsbericht 221 „Die Eiche – Facetten zu Ökologie, Naturschutz, Wachstum und waldbaulichen Perspektiven“ kann über den Förderverein bezogen werden (www.foerderverein-forstzentrum.de).

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Forstlicher Forschungsbericht 220

Alpenhumus als klimasensitiver C-Speicher und entscheidender Standortfaktor im Bergwald

Jörg Ewald, Axel Göttlein, Jörg Prietzel, Michael Kohlpaintner, Birgit Reger & Michelangelo Olleck (2020)

ISBN 3-933506-51-4

Ein neuer Forschungsbericht liefert weitere Grundlagen für den Bodenschutz in den Kalkalpen. Tangelhumus (»Alpenhumus«) heißen die 15 Zentimeter bis über einen Meter mächtigen Humusauflagen unter Bergwald und Krummholz auf wenig verwitterten Carbonatgesteinen, die auf rund neun Prozent der Waldfläche in den Bayerischen Alpen in allen Höhenlagen und Hangexpositionen angetroffen werden. Vor Ort ist Tangelhumus an Hand von Zeigerpflanzen genauer lokalisierbar. Mit knapp sieben Tonnen Kohlenstoff pro Zentimeter Auflage und Hektar speichert bereits ein 15 Zentimeter mächtiger Tangelhumus mehr Kohlenstoff als ein durchschnittlicher bayerischer Waldboden. 

Tangelhumus dient vielen Berg- und Schutzwäldern als ausschließliches Wurzelsubstrat, in dem Calcium, Magnesium und Stickstoff gut, Phosphor und Mangan jedoch knapp verfügbar sind. Mit seiner sehr hohen nutzbaren Wasserspeicherfähigkeit trägt er maßgeblich zum Wasserrückhalt bei. Experimentelle Erwärmung im Labor beschleunigt den mikrobiellen Abbau. Stärker zersetzter Tangelhumus lässt sich chemisch durch engere C/N-Verhältnisse und höhere Anteile oxidierter organischer Schwefelverbindungen kennzeichnen.

Erhaltung und Mehrung von Tangelhumus sind für die Funktionsfähigkeit vieler Berg- und Schutzwälder der Kalkalpen von entscheidender Bedeutung, wobei die Ökosystemleistung als Kohlenstoffspeicher mehr Aufmerksamkeit verdient. Für die Bayerischen Alpen wird ein dreistufiges Konzept der Humuspflege vorgeschlagen. Es umfasst die Erkennung, die vorbeugende Erhaltung stabiler und strukturreicher Dauerbestockungen sowie den Aufbau und die Wiederherstellung von Tangelhumus durch gezieltes Belassen von Kronen- und Stammholz.

Der Förderverein Zentrum Wald-Forst-Holz Weihenstephan e.V. bezuschusst den Druck Forstlicher Forschungsberichte. Der Forstliche Forschungsbericht 220 »Alpenhumus als klimasensitiver C-Speicher und entscheidender Standortfaktor im Bergwald« kann über den Förderverein bezogen werden (www.foerderverein-forstzentrum.de).

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Forstlicher Forschungsbericht 219

Waldbau weltweit 2.0

Festschrift anlässlich der Verabschiedung von Prof. Dr. Dr. Reinhard Mosandl

Herausgegeben von Dr. Bernhard Felbermeier, Dr. Bernd Stimm und Prof. Dr. Rupert Seidl (2021)

ISBN 3-933506-50-6 

Der Wald hat große Bedeutung für die Entwicklung der Erde. Der Waldbau steht vor der Aufgabe zum Erhalt und zum nachhaltigen Management der Wälder beizutragen. Der neue Forschungsbericht „Waldbau weltweit 2.0“ beinhaltet 19 Artikel zu aktuellen waldbaulichen Fragestellungen weltweit. Die Themen reichen von Standortsfragen und Anbauversuchen in Bayern, Versuche zur Pflege wichtiger Wirtschaftsbaumarten in Deutschland bis zu Aufforstungsversuchen und Fragen des Waldmanagements in verschiedenen Erdteilen. Der Forstliche Forschungsbericht wurde anlässlich der Verabschiedung von Professor Dr. Dr. Reinhard Mosandl erstellt und am 20.10.2021 in Freising überreicht.

 


 

 

 

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