Arbeitskreis Forstgeschichte in Bayern
Der Arbeitskreis Forstgeschichte am Zentrum Wald-Forst-Holz Weihenstephan trifft sich seit 1992 zweimal jährlich zu einer Sommer- und zu einer Wintertagung, die jeweils am letzen Montag im Februar bzw. im Juli stattfindet. Als Tagungsort hat sich der Große Sitzungssaal im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in München bewährt.
Der Arbeitskreis Forstgeschichte ist ein offener Kreis für alle die Interesse an Bayerischer Forstgeschichte haben. Die Mitgliedschaft ist kostenlos. Der Kreis hat etwa 100 Mitglieder; zu den Arbeitstreffen erscheinen, je nach individuellem Interesse am Thema, 30-50 Personen. Er setzt sich zusammen aus Experten verschiedener Fachgebiete: Forstwissenschaftler, Historiker, aktive und pensionierte Förster und Wissenschaftler aus Weihenstephan treffen sich zum Erfahrungsaustausch und zur Diskussion. Die Vorträge werden von Teilnehmern des AK Forstgeschichte gehalten, aber auch externe Experten tragen vor. Dabei sind die Themen bewusst weit gewählt, von Sprachforschung bis zu Archäologie von Naturgeschichte bis zu Jagdgeschichtlichem können alle Themen, die mit Wald in Verbindung stehen, im Fokus stehen.
Der Arbeitskreis wurde 1992 gegründet, einen Einblick in die eigene Geschichte des Arbeitskreises Forstgeschichte gewinnen Sie im Gründungsprotokoll von 1992 (Link).
Als offener Kreis ist der AK Forstgeschichte auch an Ihren Themen und Ihrer Teilnahme interessiert. Etwa alle zwei Jahre publiziert der AK Forstgeschichte einen Forstlichen Forschungsbericht, in dem besonders interessante und herausragende Vorträge publiziert werden.
Dr. Joachim Hamberger moderiert und organisiert den Arbeitskreis Forstgeschichte.
Haben Sie Interesse am AK Forstgeschichte? Dann melden Sie sich bei uns!
Kontakt:
Zentrum Wald Forst Holz Weihenstephan
AK Forstgeschichte
Hans-Carl-von-Carlowitz-Platz 1
Tel.: 08161 4591-920
Email: forstgeschichte@awg.bayern.de
...aus dem AK Forstgeschichte
nächste Sitzung: Sommersitzung 2026
Datum etc. folgt
Bitte werfen Sie auch einen Blick in unseren Veranstaltungskalender!
Wintersitzung am 23.02.2026
zu Gast bei der "Schwadron der Pappenheimer" in München
68. Sitzung (Sommer)
am 14./15. Juli in Memmingen
zu 500 Jahre Bauernkrieg, den wir aus forstlicher Sicht beleuchten wollen. Es ist gelungen ein interessantes und abwechslungsreiches Programm zusammenzustellen. Die Tagung wird zweitägig sein, was dem besonderen Anlass des Themas angemessen ist. Am 14.7. sind die Vorträge eingeplant und am 15.7. nachmittags eine Exkursion in den Wald der Stadt Memmingen. Bitte melden Sie einen geplanten mündlichen Beitrag für die Tagung oder schriftlichen Beitrag für den Forschungsbericht in der beigefügten Abstract-Vorlage an (30.4. oder früher).
Das Programm sowie den Anmeldebogen finden Sie zum Download als PDF hier:
Bitte senden Sie Ihre Anmeldung an die Mailadresse forstgeschichte@awg.bayern.de.
67. Sitzung (Winter)
24. Februar 2025 im StMELFT München
Themen u.a.: Die Zeidlerei um Ludwigstadt im Norden Oberfrankens, Die Entwaldung des Murnauer Mooses, Landschaftsgeschichte des Augsburger Stadtwaldes
Sommersitzung 2024
22. Juli 2024 in Iphofen im Landkreis Kitzingen 
Sommersitzung 2023
24. Juli 2023 in Kronwinkl in der Gemeinde Eching bei Landshut
- auf forstlichen Spuren von Simon Rottmanner (1740-1813 / erste Eichensaatfläche in Südbayern) und Nikolaus Köstler (Forsteinrichtung) im Wald der Grafen Preysing
Frühjahrssitzung 2023
Montag, 06. März 2023, Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, München
- u.a. zum Thema „Archiv Wald – archäologische Studien auf Basis digitaler Geländemodelle"
Pressemitteilung zur Frühjahrssitzung von Julian Gröber: PM 62. Treffen des AK FG - Verborgenes im Wald sichtbar machen.pdf
Herbsttreffen 2022
Symposium 200 Jahre Karl Gayer
14. Oktober 2022 im Schloss Johannisburg in Aschaffenburg
Die Festveranstaltung und Fachtagung wir organisiert vom Zentrum Wald Forst Holz. Neben dem AK FG sind noch das Karl-Gayer-Institut, ANW, der BN sowie TUM, HSWT und LWF Mitveranstalter.
Am Sa 15.10. (Gayers Geburtstag) findet eine Exkursion statt.
Sylviculture oeconomica
Wiederauflage des Urbuchs der Nachhaltigkeit
Das Epochenthema Nachhaltigkeit hat seine Wiege im Wirken eines deutschen Vordenkers: des Sachsen Hans Carl von Carlowitz. Angesichts einer drohenden Rohstoffkrise verwendete er 1713 erstmals den Begriff »Nachhaltigkeit«. Seine Kritik an der Ausrichtung des Wirtschaftens an kurzfristigen Gewinnen ist immer noch hochaktuell. Durch eine fundierte Einführung, editorische Notizen und einen Glossar zugänglich gemacht, liegt sein epochales Werk nun endlich wieder vor.
Frühjahrssitzung 2022
Herkunft und Zukunft der Buche – Baum des Jahres 2022
Montag, den 21. März 2022, 10:00–13:00 Uhr, Webex-Videokonferenz
Der Arbeitskreis Forstgeschichte in Bayern hat sich auf seiner 60sten Sitzung mit der Buche beschäftigt. Pandemiebedingt fand die Veranstaltung als online-Konferenz mit insgesamt 57 Teilnehmenden statt. Die Buche wurde 2022 als erster Baum zum zweiten Mal nach 1990 zum Baum des Jahres gewählt. Sie gilt als die „Mutter des Waldes“, weil sie für den Wasserhaushalt und den Humus im Wald sehr förderlich wirkt und ohne den Menschen die dominierende Baumart in Mitteleuropa wäre.
In unserer Sprache und Kultur ist die Buche fest verankert: über 1500 Ortsnamen gehen auf die Buche zurück, wie Mariabuchen oder Haimbuchenthal. In Buchenstäbchen, die als Orakel dienten, wurden von den Germanen kleine Zeichen (Runen) geritzt. Unsere „Buchstaben“ weisen auf diesen Zusammenhang hin. Aus dem Holz der Buchen wurden später dünne Schreibtäfelchen hergestellt, die zusammengeheftet und so Vorläufer der heutigen Bücher wurden. Nach dieser kulturellen Einführung lag der Schwerpunkt allerdings auf der naturwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Buche.
Herbsttreffen 2021
Holzknecht-Museum Ruhpolding
11. Oktober 2021, Laubau 12, Ruhpolding
Der Arbeitskreis Forstgeschichte in Bayern beschäftigte sich auf seiner jüngsten Tagung im Holzknechtmuseum in Ruhpolding mit Forsttechnikgeschichte und mit der forstlichen Museumslandschaft in Bayern.
Die Dauerausstellung im Holzknechtmuseum Ruhpolding hat eine völlig neue Konzeption erhalten. Sie erzählt die von der Nutzung der Gebirgswälder und dem harten Leben der im Wald Arbeitenden. Weil die heute die visuellen Bedürfnisse der Besucher viel stärker sind als früher, wurde mehr mit Bildern und Exponaten gearbeitet als mit Text. Diese neue Ausrichtung war der Anlass für den Arbeitskreis Forstgeschichte, der meist im Forstministerium München tagt, sich das neugestaltete Museum vor Ort anzusehen.
Rund 35 Teilnehmer aus ganz Bayern, aber auch aus Österreich, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz nahmen an der Tagung teil. Stilgemäß begann diese in einer der Museumshütten. Ruhpoldings Bürgermeister Justus Pfeifer begrüßte die Anwesenden und stellte die tiefe Verbundenheit der Ruhpoldinger mit der Arbeit im Bergwald heraus. Der 400 Jahre alte Vinzenzi-Verein sei eine wichtige kulturelle Säule des Ortes. Früher sei die Wirtschaft Ruhpoldings am Holz gehangen, heute sei es der Tourismus, für den das Holzknechtmuseum ein wichtiger Faktor sei, womit sich der Kreis schließe. Dr. Sebastian Paar vom Bildungszentrum Laubau der Bayerischen Staatsforsten stellte die moderne Forsttechnik im Hochgebirge vor. Die Kurzfilme auf der Internetseite seien bislang 11 Millionen mal aufgerufen worden, eine einzigartige Nachfrage nach einem eigentlich sehr speziellen Bereich. Alfons Leitenbacher, Leiter des AELF Traunstein hob die Verbindung von Mensch und Wald hervor und wie wichtig gute Beratung der Waldbesitzer sei. Die Museumsleiterin Dr. Ingeborg Schmid freute sich über den Besuch so vieler Fachleute im Museum, die sie auf einer umfassenden Führung in viele Details der Ausstellung einführte und Hintergründe erläuterte. Die sich anschließenden Vorträge befassten sich mit der forstlichen Erschließung des Prientals (Rupert Wörndl) mit der Neukonzeption des Bergbaumuseums Achthal (Roland Klosa) und ganz intensiv mit zwei sehr guten wissenschaftlichen Arbeiten, die die Studentinnen Johanna Chaillié und Sabine Sandholz über die Konzeption von Forstmuseen in Bayern angerfertigt haben.

Der Arbeitskreis Forstgeschichte besteht seit 28 Jahren. Bei zwei Treffen im Jahr werden Vorträge gehalten bzw. Informationen ausgetauscht. Der Arbeitskreis steht jedem/jeder offen. Kontakt über: sina.riedel@lwf.bayern.de
Frühjahrstreffen 2021
„Digitalisierung ist ein Möglichmacher“
29. März 2021, Webex-Meeting
Der Arbeitskreis Forstgeschichte hat im März 2021 seine erste digitale Sitzung abgehalten. Hubert Bittlmayer, Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, richtete sein Grußwort an mehr als 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Er betonte, dass beim flüchtigen Blick auf die Vergangenheit der Ablauf von Ereignissen – die Geschichte – bereits vorgezeichnet wirke. Erst wenn man sich intensiv mit der Geschichte beschäftige, stelle sich die Erkenntnis ein, dass fast immer mehrere Wege offenstanden. Aufgabe der Geschichtswissenschaft ist es dann zu zeigen, wie und weshalb dieser eine, den tatsächlichen Ablauf der Ereignisse beschreibende Weg eingeschlagen wurde. Er sei sehr froh über den Arbeitskreis, weil dieser in seinen zahlreichen Publikationen faktenbasiert forst- und umweltgeschichtliche Themen aufarbeite. So wird wichtiges Wissen dokumentiert, das vieles erkläre und in einen bestimmten Kontext stelle.
Im Anschluss stellte Julian Gröber in seinem Fachvortrag dar, wie sich die Nutzung der Wälder im Hunsrück und in der Eifel durch Kelten und Römer auf die Vegetationsentwicklung ausgewirkt haben. Hans Stark berichtete in einem zweiten Vortrag über das Universitätsforstamt Sailershausen in Unterfranken und dessen besonders Geschichte als Teil der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.
Nach dem Ausscheiden von Olaf Schmidt als Leiter des Arbeitskreises übernehmen Dr. Joachim Hamberger, Dr. Walter Irlinger und Julian Gröber gemeinsam die Leitung. Angelika Maier-Wild, die sich mehr als fünf Jahre perfekt um die technische Organisation gekümmert hat, wird diese Aufgabe an Sina Riedel von der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft abgeben. Der AK Forstgeschichte ist Angelika Maier-Wild zu großem Dank verpflichtet.
Die nächste Sitzung soll im Herbst im Holzknechtmuseum Ruhpolding stattfinden, möglichst als Präsenzveranstaltung.
Schriftliches Grußwort von Herrn Amtschef Hubert Bittlmayer für die Frühjahrssitzung des Arbeitskreis Forstgeschichte am 29. März 2021
Gesamter Artikel mit Stimmen zur erstmaligen Online-Veranstaltung
Bei Fragen zur Teilnahme oder zum Programm wenden Sie sich bitte an Frau Sina Riedel (sina.riedel@lwf.bayern.de).
Herbsttreffen 2020
Das Sommertreffen in Bamberg wurde auf den 12. Oktober 2020 verschoben.
Ort: Pfarrheim St. Gangolf (Gangolfspl. 1, 96050 Bamberg)
- Link zum Bericht über das Treffen in Bamberg
Wintertreffen 2020
02. März 2020, Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Sommertreffen 2019
Die Sommersitzung 2019 fand am Montag, 22. Juli 2019 im Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen statt.
Wilderei – Wintertreffen 2019
Am 25. Februar 2019 traf sich der Arbeitskreis Forstgeschichte in Bayern zu seiner Wintersitzung in München im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Olaf Schmidt, Präsident der LWF, begrüßte als Leiter des AK Forstgeschichte die Anwesenden und erinnerte an den 100-Jahrestag der Ermordung des ersten bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner am 21. Februar 1919, der 1918 den Freistaat Bayern ausgerufen hatte. Prof. Dr. Egon Gundermann stellte ausgewählte Bücher vor. Dr. Joachim Hamberger moderierte von 10:30 bis 15:00 Uhr die fünf Referate des Tagesprogramms:
- Dr. Hubert Zierl: Persönliche Erinnerungen zur Wilderei
- Michael Friedel: „Förstermord im Morgengrauen – Eine Wilderergeschichte aus dem Fürstentum Bayreuth“
- Klaus Müller-Würzburger und Dr. Friedrich Lenhardt: Purifikation - Die Waldverteilung am Beispiel des Köschinger Forstes
- Cornelius Bugl: 50 Jahre Waldjugendspiele
- Dr. Joachim Hamberger: Film zu Dr. H.-H. Vangerow, der Ideengeber für die Waldjugendspiele in Ostbayern
Krankheitsbedingt konnte der Nachruf auf den kürzlich verstorbenen Journalist Horst Stern durch Dr. Georg Sperber nicht gehalten werden.
Bayern jagt: Folkloristische Attitüde oder kompetente Praxis? – Beitrag von Dr. Hubertus Habel
Hubertus Habel (2018): Bayern jagt: Folkloristische Attitüde oder kompetente Praxis – Schönere Heimat 107/2018/2: S. 97-106
Sommertreffen 2018 im Kloster Ettal
Das nächste Treffen findet am 30. Juli in Ettal im Rahmen der Bayerischen Landesausstellung „Wald, Gebirg und Königstraum – Mythos Bayern“ statt.
Programm
Wintertreffen 2018 des AK Forstgeschichte
Am 26. Februar 2018 traf sich der Arbeitskreis Forstgeschichte in Bayern zu seiner Wintersitzung in München im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Dr. Joachim Hamberger moderierte von 10:00 bis 15:30 Uhr die fünf Referate des Tagesprogramms:
- 150. Geburtstag Ludwig Thoma – Der Förstersohn und seine Vorfahren und die spannende Frage, warum er kein Forstmann wurde; Wolfgang Mantel
- Bayern und die Wälder der Pfalz; Gerhard Albert
- Der technische Wandel in der Forstwirtschaft - betrachtet von 1948–2013 anhand einer Literaturanalyse der Fachzeitschrift "Forsttechnische Informationen"; Florian Rauschmayr und Dr. Joachim Hamberger
- Kunde vom Silberwald: Kulturwissenschaftliche Überlegungen zur jagdpraktischen Kompetenz traditionsgebundener Jäger; Dr. Hubertus Habel

- Welche Geschichten werden bezüglich des Bergwaldes erzählt? Eine narrative Diskursanalyse der Berichterstattung im Garmischer Tagblatt seit 1925; Dr. Klaus Pukall
Bericht über Ludwig Thoma
Der Vortrag zum 150. Geburtstag von Ludwig Thoma vom 26. Februar 2018 von Wolfgang Mantel als PDF-Download mit Bildern.
25. Jubiläum des AK Forstgeschichte
Ende Juli 2017 feierte der AK Forstgeschichte sein 25. Jubiläum bei der 50. Sitzung im Spiegelsaal der Eichstätter Residenz. Zum Bericht der Bayerischen Forstverwaltung.
Bestellung der Festschrift zum 25-jährigen Bestehen des Arbeitskreises Forstgeschichte beim Förderverein Zentrum Wald Forst Holz Weihenstephan e.V.





